Was tun nach einem Verkehrsunfall? Die 7 wichtigsten Schritte
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Ratgeber 12. April 2026 6 Min. Lesezeit

Was tun nach einem Verkehrsunfall? Die 7 wichtigsten Schritte

Nach einem Unfall zählt jede Minute. Mit dieser Checkliste behalten Sie den Überblick – und sichern Ihre Ansprüche von Anfang an.

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Ein Verkehrsunfall ist eine Ausnahmesituation. Wer in den ersten Minuten ruhig und strukturiert handelt, schützt nicht nur sich und andere – er sichert auch wichtige Beweise für die spätere Schadensregulierung.

1. Unfallstelle sichern

Schalten Sie sofort die Warnblinkanlage ein, ziehen Sie eine Warnweste an und stellen Sie das Warndreieck in ausreichendem Abstand auf. Innerorts ca. 50 m, auf Landstraßen 100 m, auf Autobahnen 150–400 m.

2. Erste Hilfe leisten

Verletzten Personen muss zuerst geholfen werden. Setzen Sie den Notruf 112 ab und beschreiben Sie ruhig die Situation: Wo, was, wie viele Verletzte, welche Verletzungen.

3. Polizei rufen – ja oder nein?

Bei Personenschäden, hohem Sachschaden, unklarer Schuldfrage, Fahrerflucht oder Beteiligung von Dienstfahrzeugen sollten Sie immer die Polizei (110) hinzuziehen. Auch bei reinen Bagatellschäden empfehlen wir eine polizeiliche Aufnahme – sie schafft eine neutrale Beweisgrundlage.

4. Beweise sichern

  • Fotos aus mehreren Perspektiven (Übersicht, Detail, Bremsspuren, Kennzeichen)
  • Daten aller Beteiligten und Zeugen notieren (Name, Adresse, Telefon, Versicherung)
  • Skizze des Unfallhergangs
  • Unfallort und Witterung notieren

5. Keine Schuld am Unfallort eingestehen

Auch wenn Sie unter Schock stehen: Geben Sie kein Schuldeingeständnis ab. Die Bewertung der Schuldfrage ist Sache der Versicherungen und Gerichte. Unterschreiben Sie nichts am Unfallort.

6. Eigenen Gutachter beauftragen

Bei einem unverschuldeten Unfall haben Sie das Recht, einen eigenen, unabhängigen KFZ-Sachverständigen zu wählen. Die Kosten trägt die gegnerische Versicherung. Ein neutrales Gutachten schützt Sie vor Kürzungen.

7. Versicherung informieren

Melden Sie den Unfall unverzüglich Ihrer eigenen Versicherung – auch wenn Sie unschuldig sind. Die gegnerische Versicherung wird über das Gutachten und ggf. einen Rechtsanwalt kontaktiert.

Tipp: Je sauberer die Dokumentation am Unfallort, desto reibungsloser die spätere Regulierung.

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Unverbindlich, in der Regel innerhalb weniger Stunden Rückmeldung – bei Haftpflichtschäden trägt die gegnerische Versicherung unsere Kosten.

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