Bei einem unverschuldeten Unfall haben Sie Anspruch auf einen Mietwagen für die Dauer der Reparatur oder Wiederbeschaffung. Doch hier lauern viele Stolperfallen, an denen Versicherungen gerne kürzen.
Wann besteht ein Anspruch?
- Fahrzeug ist nicht fahrbereit oder verkehrssicher
- Nachgewiesener Nutzungsbedarf (Fahrleistung > ca. 20 km/Tag)
- Sie haben keine Nutzungsausfallentschädigung gewählt
Welche Klasse darf es sein?
Grundsätzlich die gleiche Fahrzeugklasse wie Ihr eigenes Auto. Die Rechtsprechung erlaubt häufig auch eine Klasse höher – verlangt aber, dass Sie eine Klasse niedriger anmieten, um die sogenannte Eigenersparnis (ca. 10 %) zu vermeiden.
Wie lange wird gezahlt?
Für die im Gutachten ausgewiesene Reparaturdauer plus angemessene Überlegungsfrist. Bei Totalschaden: ca. 12–14 Tage Wiederbeschaffungsdauer.
Die häufigste Kürzungsfalle: Normaltarif vs. Unfallersatztarif
Versicherungen erstatten oft nur den Normaltarif – nicht den deutlich teureren Unfallersatztarif. Holen Sie daher vor der Anmietung mindestens zwei Vergleichsangebote vom Normaltarif ein und dokumentieren Sie diese.
Tipps zur Kostenminimierung
- Eine Klasse kleiner mieten → keine Eigenersparnis
- Vergleichsangebote einholen (Normaltarif)
- Anmietzeitraum auf das Notwendige beschränken
- Rechnung, Mietvertrag und Übergabeprotokoll aufbewahren
Faustregel: Wer unter 20 km/Tag fährt, fährt mit Nutzungsausfallentschädigung oft besser als mit einem Mietwagen.
Kostenlose Ersteinschätzung zu Ihrem Schaden
Unverbindlich, in der Regel innerhalb weniger Stunden Rückmeldung – bei Haftpflichtschäden trägt die gegnerische Versicherung unsere Kosten.
- Persönliche Ersteinschätzung
- Unabhängig & gerichtsfest
- Schnelle Terminvergabe
- Direkte Abrechnung mit der Versicherung



